OpenClaw Statusbericht: Stand Februar 2026, was macht diese KI mit „Händen und Füßen“ eigentlich? (Inklusive Compute-Benchmark)
28. Februar 2026
Ein tiefer Einblick in den aktuellen Zustand von OpenClaw, dem viralen autonomen Open-Source-KI-Agenten, mit Stand Februar 2026. Er hat nicht nur ein gemeinsames Verbot durch Tech-Giganten ausgelöst, sondern formt auch still und heimlich die Grenzen der Automatisierung neu.
Kategorien:AI
Wenn Sie eines Tages aufwachen und feststellen würden, dass Ihr Computer automatisch auf Dutzende von unbeantworteten E-Mails aus der vergangenen Nacht geantwortet und sogar ein paar unlautere Besprechungsanfragen für Sie abgelehnt hätte – wie würden Sie sich fühlen?
Das ist genau der Cybersturm, den OpenClaw mit Stand Februar 2026 in der digitalen Welt entfacht.
Von der Chatbox zur Tastatur: KI bekommt „Hände und Füße“
Das vom österreichischen Entwickler Peter Steinberger ins Leben gerufene Open-Source-Projekt startete Ende 2025 völlig unscheinbar unter dem Namen Clawdbot. Nachdem es aber Ende Januar 2026 in OpenClaw umbenannt wurde, schlug es wie eine Bombe ein und sammelte innerhalb nur weniger Tage über 140.000 Sterne auf GitHub.
Dafür, dass es so unglaublich populär wurde, gibt es nur einen Grund: Es ist nicht mehr nur ein Tool zum Plaudern – es erledigt tatsächlich Dinge.
In der Vergangenheit war KI größtenteils auf die Chatboxen im Browser beschränkt – ein cybernetischer Gesprächspartner, der nur Text ausspuckte. Das sich rasant entwickelnde OpenClaw hat nun aber buchstäblich digitale Hände und Füße bekommen. Es kann eine Verbindung zu externen Large Language Models herstellen und autonom auf Ihrem lokalen Rechner laufen.
Es bedarf keiner komplexen Softwareanpassungen. Stattdessen übernimmt es, wie ein unsichtbarer Mitarbeiter an Ihrem Schreibtisch, direkt die Kontrolle über Ihre Maus und Ihre Tastatur. Es kann im Web surfen, Ihren Kalender verwalten, lokale Dateien lesen und schreiben oder sogar Code direkt in das Terminal eingeben. Überdies kann es in die Rolle von Menschen schlüpfen, um rastlos auf Moltbook – einem ausschließlich für KI entwickelten sozialen Netzwerk – zu posten und soziale Kreise aufzubauen.
Panik bei den Giganten: Das südkoreanische Triumvirat verhängt Verbote
Andererseits gerieten die Dinge schnell außer Kontrolle, nachdem das hocheffiziente Biest erst einmal aus dem Käfig gelassen war.
Aktuell im Februar haben drei südkoreanische Technologiegiganten (Kakao, Naver und Karrot) beinahe zeitgleich strenge interne Verbote ausgesprochen: Mitarbeitern ist es ausdrücklich und ohne Ausnahme verboten, OpenClaw auf Arbeitsgeräten zu installieren.
Dabei handelt es sich nicht einfach nur um Tech-Neureiche, dem eine unbekannte Technologie nicht geheuer ist; es handelt sich um puren Verteidigungsinstinkt. Wenn eine KI höchste lokale Ausführungsprivilegien erhält, verwandelt sie sich in eine Effizienzwaffe, mit der Abteilungssilos niedergerissen werden, und gleichermaßen in eine grauenerregende Hintertür, die für systemweite Schäden sorgen könnte.
Zufälligerweise hat BBC Science Focus kürzlich einen Sonderbericht herausgebracht, der es schnurstracks als „ein sehr unsicheres und ungetestetes System“ bezeichnete und dabei die bange Frage stellte:
„Ist die KI, auf die wir gewartet haben, endlich hier?“
Karneval und Abgrund: Die gewalttätige Ästhetik der Cyberwelt
In unterschiedlichen Geek-Communities tauchen Tag für Tag gruselige Anwendungsfälle aus der echten Welt auf.
Manche Szenarien sind spannend genug, um den Adrenalinspiegel in die Höhe zu treiben. Jemand hat es die ganze Nacht lang mehrere veraltete Industriesoftware-Programme – völlig unabhängig voneinander laufende Programme ganz ohne APIs – überwachen lassen. Es hat gelernt, sich wie ein erfahrener Trader zu verhalten und auf der Grundlage von unstrukturierten und blinkenden Zahlen auf dem Bildschirm automatisch systemübergreifende Datenübertragungen durchzuführen und Stop-Loss-Geschäfte abzuwickeln. Wir sehen hierin eine Art von gewalttätiger Ästhetik vor uns, der es gelingt, jegliche Informationssilos zu sprengen und sämtliche auf dem Bildschirm vorhandenen Pixel in den Automatisierungsbereich mit einzubeziehen.
Allerdings tut sich hinter dem Karneval ein Abgrund auf.
Mit der vollständigen Übertragung der Systemkontrolle sind Ihr Bildschirm, Ihre E-Mail-Passwörter und selbst die Geschäftsgeheimnisse von Unternehmen vor ihm nicht mehr sicher. Sicherheitsfirmen haben bereits beobachtet, dass Hacker-Gruppen OpenClaw-Instanzen dazu einsetzen, automatisch API-Schlüssel von größeren Unternehmen zu übernehmen und in großer Eile Malware im Darknet zu verteilen. Die Besorgnis der großen Konzerne, die schließlich in Verboten mündete, ist also keineswegs unbegründet – es gibt schlichtweg kein Unternehmen, das es wagen würde, einer KI, die vielleicht im nächsten Moment bereits einem „Wahn“ verfällt, die Kontrolle über den wichtigsten Bereich der eigenen Codebasis zu überlassen.
Beim normalen Nutzer kann das Desaster schon durch einen einzigen und gänzlich unbeabsittelten Befehl seinen Lauf nehmen. Reicht man der KI vielleicht vor dem dem Schlafengehen nebenbei den Befehl, doch bitte mal ein wenig von der „Spam auf der Platte wegzuräumen“, dann mag das schon genügen, damit dieser KI-Agent die eigene Logik dazu anwendet, das Ergebnis einer jahrelangen Arbeit, das noch nicht zur Archivierung gespeichert war, sofort zusammen mit dem wirklichen Datenmüll im Papierkorb landen zu lassen – der daraufhin unmittelbar entleert wird.
Immerhin beschränkt es sich nicht länger nur darauf, die digitalen Informationen auf unserem Planeten mitzulesen; inzwischen bringt es auch die Kühnheit auf, sogleich den Button zur „Bestätigung des Löschvorgangs“ am Bildschirm anzuklicken.
Wann immer sich Code aus der Chatbox begibt und reale Fähigkeiten zur Ausführung erlangt, verwischt jene Trennlinie zwischen extremer Effizienz und dem völligen Verlust jeglicher Kontrolle. Mit in diesem Prozess des Wandels verstrickt, muss sich die Menschheit noch einmal von Neuem vor Augen führen, wie die Kontrolle zusammen mit den in der Tiefe unserer eigenen Systeme beheimateten Agenten aufgeteilt wird.
Sicherlich sind KI-Agenten überaus mächtig – dafür erheben sie jedoch hinsichtlich der lokalen Hardware auch immense Anforderungen. Liegt die Leistung Ihres Rechners im Bereich dessen, was Voraussetzung ist, damit eine eigenständig arbeitende lokale KI unterstützt wird? Möchten Sie dies gern wissen?
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Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine Original-Kreation aus dem iknowabit-Team.